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Blickpunkt der aktuellen Ausgabe

Der Blickpunkt ist ein Artikel, welcher in jeder Ausgabe erscheint. Er soll einen spannenden Einblick in die Region bieten.

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«Unser Wirtschaftsraum – richtig erzählt!»

Die Gemeinde -und der Verein KMU Münchenbuchsee haben die Gewerbetreibenden aus Münchenbuchsee sowie Vertreter aus der Politik zum traditionellen Wirtschaftsanlass im Kirchgemeindehaus eingeladen, der dieses Jahr bereits zum fünfzehnten Mal stattfand. Hansmartin Amrein, Leiter Wirtschaftsraum Bern, war Gastreferent zum Thema «Unser Wirtschaftsraum – richtig erzählt!». Im Anschluss gab es für die Teilnehmenden ein Networking mit einem Apéro.
Aktuelles aus Münchenbuchsee – Vision 2050
Nach der Begrüssung durch den Gemeindeschreiber Olivier Gerig, informierte Gemeindepräsident Manfred Waibel über die aktuellen Projekte in der Gemeinde Münchenbuchsee. Ein grosses Thema ist die zukünftige Entwicklung von Münchenbuchsee, mit der sich der Gemeinderat und die Verwaltung befassen. Wie sieht die Vision 2050 aus? Welches sind die strategischen Ziele? Im öffentlichen Forum vom 10. Dezember 2025 wurde mit der Bevölkerung bereits darüber diskutiert. Die Ergebnisse stehen nun in einem Flyer zur Verfügung.
Lebendig, miteinander, stadtnah ist Münchenbuchsee. Es ist eine lebendige Gemeinde mit Menschen aller Generationen und Hintergründe, die das Dorfleben gestaltet. Der Bevölkerung stehen viele Vereine, attraktive Freizeitangebote und verschiedene Anlässe zur Verfügung, die das Zusammenleben stärken. Münchenbuchsee bietet moderne Schulen. Die Infrastruktur und die Angebote sind auf die Bedürfnisse von Jung bis Alt und das heimische Gewerbe ausgerichtet.
Vor den Toren von Bern ist Münchenbuchsee sehr stadtnah, aber dennoch fühlt man sich auf dem Land. Zeitzeugen wie Kloster, Kirche und der «Bären» zeigen seine Dorfgeschichte auf. Es gibt ein vielfältiges Wohnungsangebot, Gewerbe, Läden und Restaurants. Naherholungsgebiete bieten die Lebensqualität zur Entspannung vom stressigen Alltag. Die lokale Wirtschaft bietet Arbeitsplätze und Mehrwert. Münchenbuchsee ist bestens erreichbar mit guten Bahn- und Busverbindungen. Sichere Fuss- und Velowege ermöglichen eine umweltfreundliche Mobilität.
Die strategischen Ziele sind vielseitig: Förderung des Zusammenhalts und der Integration, Bildungs- und Unterstützungsangebot für die Bevölkerung, Stärkung der lokalen Wirtschaft und Sicherung der Arbeitsplätze, Sicherung der finanziellen Stabilität und Investitionsfähigkeit, Weiterentwicklung und Digitalisierung der Verwaltung, Betreiben nachhaltiger Raumentwicklung, Förderung der Biodiversität und Klimaneutralität sowie Schaffen von Rahmenbedingungen für neue Mobilitätsformen.
Der Gemeindepräsident informierte weiter, dass der Kredit für den Bau des Strassenverkehrsamt vom Grossrat genehmigt wurde und der Baubeginn für 2027 geplant sei.
Im Anschluss begrüsste der Präsident des KMU Münchenbuchsee, Riccardo Gregorio die Gäste. Er schätzt den persönlichen Austausch jeweils am jährlichen Wirtschaftsanlass und sieht, dass dadurch der Wirtschaftsstandort Münchenbuchsee gekräftigt werden kann. Für ein starkes Gewerbe sei es wichtig, sich gegenseitig zu unterstützen und Synergien zu nutzen. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den Gewerbetreibenden und der Bevölkerung.

«Unser Wirtschaftsraum – richtig erzählt!»

Der Hauptteil des Abends war dem Wirtschaftsraum Bern gewidmet. Wir alle sind Teil des Wirtschaftsraums Bern, sei es als Unternehmerin und Unternehmer oder als Bürgerin und Bürger. Wie wird der wirtschaftliche Raum definiert? Wie wird er gestaltet und weiterentwickelt? Diesen Fragen widmete sich der Gastreferent und Leiter Wirtschaftsraum Bern, Hansmartin Amrein.
Der Wirtschaftsraum Bern fördert die Zusammenarbeit und Wohlfahrt der Gemeinden in der Region Bern-Mittelland und nimmt eine wichtige Rolle in der Standortpromotion und der interkommunalen Zusammenarbeit und Kommunikation ein. Der Wirtschaftsraum Bern wird von Wirtschaft Stadt Bern im Auftrag der Teilkonferenz Wirtschaft (TKW) der Regionalkonferenz Bern-Mittelland (RKBM) geführt.
Hansmartin Amrein sorgte für spannende Einblicke in Zusammenhang von Tätigkeiten, Projekten und strategischen Ausrichtungen und betonte immer wieder, dass die Wirtschaft keine Grenzen kenne, es also keine Stadt- und Dorfgrenzen gäbe. So verhält es sich auch beim Verkehr. Der Wirtschaftsverkehr kennt ebenfalls keine Grenzen. Dem Wirtschaftsraum Bern ist es ein grosses und wichtiges Anliegen, die Berner Wirtschaft zu unterstützen, bei Problemen, Lösungen zu suchen und aufzuzeigen. Er kann die richtigen Anlaufstellen aufzeigen und vermitteln. Anhand von Beispielen zeigte der Referent die Tätigkeiten des Wirtschaftsraums Bern auf, wie er unterstützt und was er bewirken kann.
Der Wirtschaftsraum Bern informiert, unterstützt und vernetzt. Er versteht sich als Brücke zwischen den Unternehmen, der Politik und der Bevölkerung. Im Newsletter und in den Nachrichten auf seiner Homepage informiert er über die aktuellen Geschehnisse, Ereignisse und Entwicklungen in der Wirtschaft, bei den Unternehmerfirmen und in der Politik. Unternehmen haben die Möglichkeit, über den Newspool ihre neuen, wichtigen Informationen kostenlos auf der Homepage des Wirtschaftsraum Bern zu publizieren.
In der Politik kann der Wirtschaftsraum Entscheidungsgrundlagen weitergeben und erklären, warum die Politik so entschieden hat oder der Politik aufzeigen, welche Entscheidungen KMU’s Probleme machen. Der Wirtschaftsraum Bern ist der Vermittler zwischen den Unternehmerinnen und Unternehmern sowie den Politikerinnen und Politikern.
Der Wirtschaftsraum Bern unterstützt Firmen bei der Raumplanung und Suche von Nutzungsflächen. Er bietet einen Flächenvermittlungsservice an. Er ist bei längerfristigen Flächenvermittlung behilflich und hat in diesem Bereich ein Netzwerk mit den Gemeinden aufgebaut. Das Online-Tool «Wirtschaftsfläche Region Bern» gibt eine Übersicht über aktuelle sowie mittel- und langfristig verfügbare Wirtschaftsflächen. Der Wirtschaftsraum ist zwar nicht der Ansprechpartner für direkte Hilfe, aber er kann ein gutes Wort einlegen und die Dringlichkeit aufzeigen sowie bei Einsprachen der Bewohnerinnen und Bewohnern helfen zu klären.
Der Wirtschaftsraum Bern unterstützt bei den US-Zöllen, beantwortet Fragen zum Export und hilft weiter beim Formularkrieg. Er stellt eine aktuelle Unternehmensdatenbank zur Verfügung. Hansmartin Amrein wies darauf hin, Industrie- und Gewerbeflächen zu schützen und nicht durch Wohnbauten zu ersetzen. Für die Wirtschaftsentwicklung in den Gemeinden sei dies wesentlich, um nicht plötzlich zu einer «Schlafgemeinde» zu werden. Ein weiterer Aspekt sei, Gewerbe zu «stapeln». Gebäude sind so zu konstruieren, dass beispielsweise ein Handwerksbetrieb auch in einem ersten Stockwerk funktionieren kann.
Der Wirtschaftsraum Bern und die Weblaw AG begleiten Unternehmen auf ihrem Weg. Der Rechtsservice beantwortet alle rechtlichen Fragen und unterstützt bei Formularen und Bewilligungen.
Der Wirtschaftsraum Bern vernetzt Firmen untereinander und organisiert dafür regelmässig verschiedene, wertvolle Events. Bei der Veranstaltungsserie «Firmen stellen sich vor» werden interessante Besichtigungen bei Unternehmungen aus unterschiedlichen Branchen durchgeführt. Die Teilnehmenden lernen neue Firmen kennen und erhalten spannende Einblicke in ihre Tätigkeit.
Einmal im Jahr treffen sich am Wirtschaftsapéro Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft und öffentlichem Leben. Das Ziel ist es, sich kennenzulernen, auszutauschen, aktuelle Probleme aufzuzeigen und Lösungen dafür zu suchen.
In seinem WRB-Wirtschaftsmonotoring zeigt der Wirtschaftsraum Bern jährlich auf, wie sich die Wirtschaft im Raum Bern entwickelt. Er wird durch ein Forschungsinstitut aus ökonomischer Perspektive analysiert und die Ergebnisse am Anlass präsentiert und besprochen.
Zusammen mit den Sponsoren Swisscom und Valiant Bank veranstaltet der Wirtschaftsraum Bern Input-Events. Diese Anlässe zeigen aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze aus den Geschäftsbereichen der beiden Unternehmen auf, die auch für andere Unternehmen unterstützend sein könnten.
Beim jährlichen Frühstück für Neugründerinnen und Neugründer erhalten Startup-Unternehmen Support von erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern. Bei diesem Anlass steht jeweils ein bestimmtes Thema im Fokus.
Jedes Jahr erkürt der Wirtschaftsraum Bern auch den Lehrbetriebschampion. Dieses Jahr hat die Firma Scania aus Urtenen-Schönbühl den Preis gewonnen.
Hansmartin Amrein betonte, dass es weiterhin Wirtschaftsflächen in den Gemeinden brauche. Er erklärte, dass auch der Wirtschaftsverkehr nicht umgangen werden könne, wenn die Wirtschaft florieren solle.
Eine weitere Aufgabe des Wirtschaftsraum Bern ist die Förderung des dualen Bildungssystems. Der Referent begrüsste deshalb die Mini-BAM in Münchenbuchsee, die Ausstellung für künftige Lernende, sowie die Durchführung der Swiss Kills.
Fazit
Hansmartin Amrein erklärte, dass das Fehlen von Industrie und Gewerbe in einer Gemeinde unattraktiv werde, wenn es keine Restaurants und keine Läden mehr gäbe und auch der kurze Arbeitsweg wegfalle. Alle profitieren von einem attraktiven Wirtschaftsraum. Es brauche eine wirtschaftliche Lösung für alle. Der Leiter Wirtschaftsraum Bern erläuterte, was es zu tun gibt, um die Wirtschaft im Raum Bern weiterzuentwickeln und zu fördern. Es gilt, Wirtschaftsflächen zu sichern, nötigen Wirtschaftsverkehr zu priorisieren, die knappen Gewerbeflächen intelligent zu «stapeln», eng mit der Kantonalen Standortförderung im Bereich potenzielle Ansiedelungen zusammenzuarbeiten, duale Bildungswege zu stärken, den Stadt-Land-Graben zu relativieren, die Wirtschaft kennt keine Gemeindegrenzen, die Bürokratie zu vereinfachen.
Zum Abschluss des interessanten Abends hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich bei einem reichhaltigen Apéro untereinander austauschen.

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